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1950-1975:

1964

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Otto Jägersberg: »Weihrauch und Pumpernickel«

Otto Jägersberg (Jg. 1942) ist ein Alltagserzähler par excellence. An die 80 Storys dürften es sein, die er – neben drei Romanen – in seinem Stammverlag Diogenes herausgebracht hat. »Weihrauch und Pumpernickel« war ein grandioser Startschuss für den damals erst 22-jährigen. Die höchste deutsche Schriftstellerprominenz zollte Beifall, die Auflagenhöhe wuchs bis heute auf 70.000 Exemplare. In seinem »Westpfählischen (!) Sittenbild« geht der Autor forsch, frech und provozierend, mit viel Attitüde und barockem Erzählschwall zu Werke. In 34 kurzen Kapiteln wird die Kindheit und Jugend des Georg Holtstiege aus Angelmodde bei Münster skizziert – mit einer eulenspiegelhaft-fragmentarischen Erzählweise, die vor Kalauern und schlichtem Blödsinn nicht zurückschreckt. Jägersberg belebte nicht nur die Tradition des Schelmenromans neu, sondern auch – wie Carl Zuckmayer hervorhob – die Gattung des Heimatromans.


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