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1950-1975:

1953

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Werner Warsinsky: »Kimmerische Fahrt«

»Das waren die frischen Eindrücke des Krieges und der Nachkriegszeit. Ich kam aus dem Krieg zurück und war froh, endlich wieder leben zu dürfen, und ich habe gearbeitet – und alles das verknüpfte sich. Der Krieg ging mir bis in den Traum nach, und ich mußte dafür einen Ausdruck finden, für den Alptraum beispielsweise, ich müßte mit einem Maschinengewehr ein Dorf verteidigen. Das waren meine Nöte damals im Traum, und so habe ich dann angefangen, einfach zu beschreiben, was in mir vorging.« (Werner Warsinsky)
Ein Roman in visionären Bildern über die Heimkehr ins lichtlose Land dunkler Gestalten: Werner Warsinskys Roman »Kimmerische Fahrt« (1953) ist im Stil des magischen Realismus verfasst. Die Kritik fand nur Lob. Warsinsky sei ein Dichter, »der Deutschland wieder in den Vordergrund des literarischen Interesses gerückt« habe (»Die Weltwoche«). Das ins Japanische und Französische übersetzte Buch wurde in Genf mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet. Gottfried Benn rühmte in seiner Laudatio den »ganz unvergleichlichen Ausdruck« und die »überragende Suggestionskraft« des Romans: »Dieses Buch ist ein großer tragischer Wurf.« In den 50er Jahren war Warsinsky Mitarbeiter der Zeitschriften »Akzente«, »Texte und Zeichen«, »Sinn und Form«. Danach wurde es still um ihn.


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