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Wer sich intensiv mit einer/m verstorbenen Autorin/einem verstorbenen Autor beschäftigt, sollte ihre/seine Nachlasssituation kennen. Nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung der großen deutschen Literaturarchive in Marbach (Deutsches Literaturarchiv) und Berlin (Akademie der Künste) konnten sich in mehreren Regionen Deutschlands kleinere Literaturarchive profilieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Was als Depositum im nationalen oder internationalen Kontext möglicherweise »untergeht«, genießt im regionalen Kontext eine erhöhte Aufmerksamkeit. Damit steigen auch die Chancen für eine adäquate Aufarbeitung des Materials. – Auf Handschriftenbestände greifen sog. Archivausgaben, d.h. besonders qualifizierte Editionen, zurück. So im Falle der Historisch-kritischen Droste-Ausgabe und der im Entstehen begriffenen Ernst-Meister-Ausgabe. In den 1990er Jahren war mit Hilfe der Landesregierung erstmals eine Sichtung literarischer Nachlässe vorgenommen worden. Ergebnis war die Veröffentlichung »Literarische Nachlässe in NRW« aus dem Jahre 1995 (bearb. von Dagmar Rohnke-Rostalski). Einen aktuellen Überblick über westfälische Literaturarchive und -nachlässe bietet das Internetportal www.westfaelische-literaturnachlaesse.de (s. auch die Stichpunkte »Stadt- und Landesbibliothek Dortmund«; »Universitäts- und Landesbibliothek Münster«, »Lippische Landesbibliothek Detmold«).

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