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Das älteste westfälische Autorenlexikon ist Mathias Drivers Bibliotheca monasteriensis (1799). 1814 legte der Anthologist Friedrich Raßmann nach sechsjähriger Recherche ein »Münsterländisches Schriftsteller-Lexikon« vor, das durch seinen Nachfahren Ernst Raßmann mehrere Nachträge und Neubearbeitungen erfuhr. Die Kompendien stellen noch heute eine Fundgrube für literarische Forschungen dar. Gleich zwei literarische Porträtsammlungen über Schriftsteller/innen aus NRW erschienen in den 1990er Jahren: Peter K. Kirchhof (Hg.) »Literarische Porträts. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen« (1991) sowie Bernd Kortländer (Hg.) »Literatur von nebenan. 1900-1945. 60 Portraits von Autoren aus dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen« (1995). Die gegenwärtig umfassendste Bestandsaufnahme bietet das 4-bändige »Westfälische Autorenlexikon« (hg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp, 1993-2002). Es berücksichtigt die gesamte Bandbreite des literarischen Lebens im Zeitraum 1750 bis 1950 (Geburtsjahrgänge der behandelten Autoren). Die über 2.000 bio-bibliografische Artikel enthalten ein möglichst vollständiges Werkverzeichnis (einschließlich Rezensionen und Auflagen), verzeichnen Briefe von und an den Autor, führen die wichtigste Sekundärliteratur sowie Zeugnisse zur Wirkungsgeschichte an und geben zudem Hinweise auf literarische Gedenkstätten und zum Nachlass. Das Lexikon ist inzwischen online abrufbar und wird fortlaufend ergänzt.

 

http://www.lwl.org/literaturkommission/alex/main.php?id=00000002

 

s. auch das Stichwort »Literaturatlas«



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